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ICH BIN (N)ich(T)

neuer anfang hier.
die worte kleben in meinen gehirnwindungen fest. krallen sich fest. spucken mir wässrig in den mund. schmieden sich zu leeren phrasen, die interessant klingen, es aber nicht sind.
wo stehe ich jetzt, wenn ich das mit meinem letzten eintrag vor über drei jahren vergleiche?
besser da, wenn man den durchschnitt nimmt.
aber was sagt ein mittelwert ohne standardabweichung.
ich fühle mich weiterhin gefangen in mir, ohne kontakt zur außenwelt und ohne gefühl für mich, in doppeltem sinne: ich traue meinen gefühlen nicht, und ich habe ein identitätsproblem.
und versagensängste. und zukunftsängste.
ich traue dem nicht, was ich über mich sage. es kommen mal worte. aber sie fühlen sich nur sehr bedingt wahr an. alles wird sofort wieder abgewägt, relativiert, angezweifelt. ich weiß nicht, wer und wie ich bin. hauptsächlich restriktiv, zwischendurch impulsiv. zu wenig, zu viel. charmant und dann wieder unhöflich. traurig, und dann legt sich der schalter um und ich bin subeuphorisch. leere, durchbrochen von unerträglich starken gefühlen. gute studienleistung gegen absolute kopfblockade. durchanalysiert und dann doch wieder naiv und unabstrahiert. ethisch und dann wieder scheiß drauf. hang zur selbstdarstellung und zum gefallen, dann wieder genau kontra das.
ich will gesund werden. dann wieder nicht.
meine störungen haben mir eine teilidentität gegeben. die fehlt mir. bzw es macht mir angst die loszulassen. weil ich nicht weiß, was dann noch von mir übrig bleibt.
so sehe ich mich gerade:
ich habe es alles: liebevolle familie, geliebter partner, perfekte noten, genug geld. und trotzdem ist mein ganz tiefer wunsch, einfach in einem unfall umzukommen. nicht selbstverschuldet. aber ausgelöscht. nicht mehr weiterleben müssen. nach einigem an therapie und klinik habe ich die hoffnung verloren, dass sich dieses grundsätzliche gefühl nochmal ändern wird.
und damit, dass es einfach immer so weiter geht, kann ich mich nicht abfinden.

ich fühle mich heute hauptsächlich gut. mehr energie als sonst. das haus verlassen. aber je mehr höhe, umso mehr raum zu fallen. beispiel: erklärt mir jemand, dass ich in der einzigen parkreihe stehe, die nur für leute mit parkberechtigung da ist, und dass sie das ärgert, weil sie eine hat, udn erklärt das alles sehr freundlich, und kaum sitze ich im auto steht mir das wasser in den augen und ich kriege das bedürfnis nach selbstverletzung.
gehts noch viel labiler? kanns mir dann wirklich gut gehen, wenn mich sowas sofort so an den rand treibt?
oder bin ich dem gutfühlen gegenüber nur so misstrauisch, weil es immernoch ungewohnt ist?
und woher kommen diese krassen schwankungen ohne erkennbaren, und sei es noch den kleinsten grund?

ich ätze mich gerade schon wieder selbst an, weil ich hier wieder so eine melodramatisch-leidende selbstdarstellung gebe.
konzentriere ich mich nur so auf diese seite in mir oder überwiegt sie tatsächlich?
ich habe das gefühl, sie ist das, was ich wirklich bin.
muss meine traurigkeit immer so ein drama sein? warum hat sie immer so viel mehr gewicht als alles positive?

alles dreht sich immer nur um mich. mein "leiden", meine angst, ichichichichich. aaaaah. aaaaaaaaaaaah.

was habe ich heute gut gemacht?
geboxt, arbeiten gewesen, mit miwos gequatscht, gespült.
ich komme mir so unglaublich albern vor, mich selbst für sowas wie kochen oder das haus verlassen zu loben. wie abstrus. wie vor-den-kopf-hau-würdig.

ich möchte so gerne zurück in die klinik. mein außenleben zu haus lassen. sozial eingebunden sein, ohne was dafür tun zu müssen. aber es geht nicht. ich konnte nicht wirklich was daraus mitnehmen, ich bin deutlich funktionsfähiger und auch sonst gesünder als die meisten anderen da.. welche begründung gibts also dafür, außer, dass es schön ist, die verantwortung abzugeben? und das reicht nicht.
achja: seit 10 tagen keine drogen mehr.
10.3.10 01:00


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dreams make up for your life

This crazy shine
it never lets you die
Growing up
We become what we want
Again the moon rises up to high
And we don't need the sky
Wonder what it is that makes the world turn slower
Wonder what it is that makes me feel so mad
Everyone that talkes to me I so wish wouldn't
I wouldn't even care except I feel so bad
I feel so bad

Ich muss aufpassen, wo ich mich hinsetze, denn es könnte sein, dass ich nicht wieder aufstehe.
Ich möchte nicht allein sein, denn dan fühle ich mich schlecht.
Ich fühle mich warm und geborgen, wenn ich in den Armen meines Schatzes verweile.
Ich bin fröhlich, wenn ich mit Freunden unterwegs bin.
Aber auf mich gestellt bin ich hilflos, leer, taub, traurig, unruhig, gefangen, langsam, neben mir stehend. Und möchte nicht mehr. Möchte mich neben einer warmen Heizung oder unter einer dicken Decke zusammenrollen und nur noch schlafen, schlafen, schlafen.
Ich fühle mich bedroht von den Prüfungen, denn ich weiß nicht, wie ich bis dahin den ganzen Stoff in meinen Kopf geprügelt haben soll und ich bin nicht gerade auf dem besten Weg, um das auch noch in Ruhe schaffen zu können.
Ich fühle mich ausgebrannt, bedeutungslos und depressiv. Unkonzentriert, müde, perspektivenlos. Ich gehe mir auf die Nerven, schaffe nichts und hasse mich. Fühle mich schwach, weich, fett, hassenswert. Für jede Kleinigkeit an mir.
16.12.06 16:09


wer bin ich?

Du bist fett - bedürftig - abhängig - Du bist hässlich - gierig - Du bist langweilig - überempfindlich - Du bist unattraktiv - überkritisch - Du bist willensschwach - verletztend - Du stellst Dich an - unlustig - Du nervst - Du bist dumm - Du bist unnütz und wertlos - Du bist egoistisch - peinlich! - Du bist eklig und widerlich - Guck Dich mal an, wie Du Dich im Dreck suhlst! - verlogen - Du bist sozial unfähig - Du bist weinerlich und SELBSTMITLEIDIG - Du hast keinen Grund so eine Show abzuziehen! - Du müsstest viel mehr leisten - Du bist nicht gut genug - Du steigerst Dich hysterisch rein - Du bist undankbar - EGOISTISCH! - Die Welt wäre besser ohne Dich - Faules Stück - Du übertreibst so maßlos - Du bist unfähig!!! - Außenseiter - Du willst doch nur Aufmerksamkeit - Du nimmst Dich viel zu wichtig!! - Du bist arrogant und unfair - Dein ganzes Leben und Verhalten ist eine Farce, um vor anderen gut dazustehen - Narzistisch - drama queen - schizoid - Du bist an Deinen "Problemchen" SELBST SCHULD, also löse sie auch allein - Du kümmerst Dich nur um Leute, die Du auch brauchst - Du bist elendig
---------------------------------
Du wirst versagen
Du wirst nicht gut genug sein
Du wirst zuviel von Dir preisgeben und für Dich verachtet werden
Andere werden Dich lächerlich finden und über Dich reden
Du wirst alleine dastehen
Du hast kein Selbst
Deine Krankheiten werden Dir alles verbauen
Du verlierst die Kontrolle
Du verlierst Dich
Du wirst vor anderen zusammenbrechen
Du wirst es in Deinem Leben zu ncihts bringen
---------------------------------
taub, stumpf, leer, gleichgültig - und dahinter brodelt es von Hass und Angst
tot
unruhig, gespannt
Gesellschaft ist so unerträglich wie das allein sein


--- Leer, 23.02.2006 ---
23.11.06 16:28


somewhere near the edge, mind far away

Heute ist einer jener Tage, die mich innerlich aufrütteln und -wirbeln wie nichts Gutes. Und das ohne besonderen Grund. Aber da war wieder dieses Gefühl, das nach Dämmrigkeit, Verklebtheit, Unschlüssigkeit, Übelkeit schmeckt. Ein undefiniertes, innerliches Vibrieren. Das sich formiert zu: Angst. Angst davor, dass das medikamentöse Hoch der letzten Wochen irgendwann abflauen, oder sogar wieder verschwinden könnte. Nach chatten mit Caro ist mir klar geworden: den Abrutsch aus dem Jetzt in das Damals würde ich nicht überstehen. Da war wieder dieses Wattebauscheingepacktseins-KopfgegenWandhauenwollen-Gefühl. Dieses verbrennen ist schön, weil man sich dann lebendig fühlt - Gefühl. Dieses Blut sehen wollen, um zu wissen, dass man lebendig ist- Gefühl. Nach den ersten Schnitten war es noch klarer: es ist Angst, die mir die Kehle zuschnürt. Sollte ich je wieder in diesem ewigen, unendlichen Selbsthassgedankenkreis und bodenloser Traurigkeit gefangen sein, hätte ich entweder den Kopf, mich einweisen zu lassen, oder die Kraft, wirklich ein Ende zu setzen. Eigentlich glaube ich, dass ich genügend Rückhalt und zuviel Erfahrung des Guten, Starken habe, um es wirklich nochmals so weit kommen zu lassen bzw. mich so verzweifelt zu fühlen. Aber: gerade war da dieses: eigentlich möchte ich schreien, möchte darüber reden, diese Angst loswerden. Aber an wen? Ja, Freunde habe ich hier. Aber keine, die mich aus meinen schlechten Zeiten wirklich kennen. Keiner, der lange genug da wäre, um mit ihm darüber zu reden. Anna irgendwo in Irland unterwegs. Jakob in Breslau. SMS geschrieben. Aber unpersönlich, mich direkt selbst schlecht machend, um nicht genau dieses Denken beim Anderen auszulösen. Und da war es, ganz leise und kraftlos, dieses Stimmchen das sagte: "Das machst Du doch nur, um Mitleid zu bekommen, um etwas Nettes zu hören, ...." Genau diese Stimme, vor der ich Angst habe. Sie hatte keine Kraft, aber sie war da.
Und der Schmerz hilft nicht weiter. Die Angst ist wieder hinter ihre Mauern gekrochen, ich fühle mich weiterhin taub und habe rational nun noch mehr Angst, mir mal wieder eine Scheinwelt aufgebaut zu haben, immernoch nicht den Schritt zu schaffen, hinter meiner Maske hervorzukommen und zu zeigen, wann ich Hilfe brauche. Immernoch ncihts anderes zu kennen als cutten oder mich wegzudröhnen. Das sich, bis auf meinen Serotoninspiegel, eigentlich doch nichts geändert hat. Und ich immernoch so eingemauert bin wie eh und je.
Und nun?
20.10.06 19:47


it's the wrong way down

Soviel dann zu meinem Date. Warum muss Annika um 8 Uhr morgens einfallen, dass ich eine O-Gruppe leiten soll? Wo ich ja auch wie geboren für diese Aufgabe bin. Nichts mit Kaffee mit Bubi. Ersties betreuen. Kann mir kaum was schöneres vorstellen. Am Liebsten würd ich mich jetzt in meinem Bett vergraben und die Decke über den Kopf ziehen. Den Tag nochmal von vorne beginnen und die einfach in die Scheiße packen lassen. Warum kann ich nicht nein sagen??
Meine Knie tun auch weh, joggen ist also wohl auch keine gute Idee. Vielleicht mache ich es trotzdem.
Keinen Bock mehr auf nix.
Scheißdrecktag.
16.10.06 14:11


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