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somewhere near the edge, mind far away

Heute ist einer jener Tage, die mich innerlich aufrütteln und -wirbeln wie nichts Gutes. Und das ohne besonderen Grund. Aber da war wieder dieses Gefühl, das nach Dämmrigkeit, Verklebtheit, Unschlüssigkeit, Übelkeit schmeckt. Ein undefiniertes, innerliches Vibrieren. Das sich formiert zu: Angst. Angst davor, dass das medikamentöse Hoch der letzten Wochen irgendwann abflauen, oder sogar wieder verschwinden könnte. Nach chatten mit Caro ist mir klar geworden: den Abrutsch aus dem Jetzt in das Damals würde ich nicht überstehen. Da war wieder dieses Wattebauscheingepacktseins-KopfgegenWandhauenwollen-Gefühl. Dieses verbrennen ist schön, weil man sich dann lebendig fühlt - Gefühl. Dieses Blut sehen wollen, um zu wissen, dass man lebendig ist- Gefühl. Nach den ersten Schnitten war es noch klarer: es ist Angst, die mir die Kehle zuschnürt. Sollte ich je wieder in diesem ewigen, unendlichen Selbsthassgedankenkreis und bodenloser Traurigkeit gefangen sein, hätte ich entweder den Kopf, mich einweisen zu lassen, oder die Kraft, wirklich ein Ende zu setzen. Eigentlich glaube ich, dass ich genügend Rückhalt und zuviel Erfahrung des Guten, Starken habe, um es wirklich nochmals so weit kommen zu lassen bzw. mich so verzweifelt zu fühlen. Aber: gerade war da dieses: eigentlich möchte ich schreien, möchte darüber reden, diese Angst loswerden. Aber an wen? Ja, Freunde habe ich hier. Aber keine, die mich aus meinen schlechten Zeiten wirklich kennen. Keiner, der lange genug da wäre, um mit ihm darüber zu reden. Anna irgendwo in Irland unterwegs. Jakob in Breslau. SMS geschrieben. Aber unpersönlich, mich direkt selbst schlecht machend, um nicht genau dieses Denken beim Anderen auszulösen. Und da war es, ganz leise und kraftlos, dieses Stimmchen das sagte: "Das machst Du doch nur, um Mitleid zu bekommen, um etwas Nettes zu hören, ...." Genau diese Stimme, vor der ich Angst habe. Sie hatte keine Kraft, aber sie war da.
Und der Schmerz hilft nicht weiter. Die Angst ist wieder hinter ihre Mauern gekrochen, ich fühle mich weiterhin taub und habe rational nun noch mehr Angst, mir mal wieder eine Scheinwelt aufgebaut zu haben, immernoch nicht den Schritt zu schaffen, hinter meiner Maske hervorzukommen und zu zeigen, wann ich Hilfe brauche. Immernoch ncihts anderes zu kennen als cutten oder mich wegzudröhnen. Das sich, bis auf meinen Serotoninspiegel, eigentlich doch nichts geändert hat. Und ich immernoch so eingemauert bin wie eh und je.
Und nun?
20.10.06 19:47
 


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